Die Akademie – Studium im besten Sinn des Wortes

Das Studium der Philosophie an der Academia Philosophia ist ein Studium im besten Sinn des Wortes – ein sich bemühen um philosophische Kenntnis einerseits und das Streben nach Einsicht andererseits, nach einer Aufdeckung der Hintergrundvoraussetzungen unseres Weltsystems überhaupt. Es ist insofern nicht institutionalisiert als es weder eine Einteilung in Semester, Module oder Kompetenzfelder noch Hausarbeiten, Prüfungen oder einen fest vorgeschriebenen Studienweg gibt. Nichtsdestoweniger, so wagen wir zu behaupten, werden diejenigen Studierenden, die es über eine gewisse Zeit lang und mit einer gewissen Leidenschaft betreiben, einen Grad an phil. Tiefe erlangen, der ohne Weiteres mit dem eines Universitätsstudiums vergleichbar ist. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass wir die maximale Anzahl der Studierenden je Studienveranstaltung auf 10 Studierende begrenzt haben.

Ein derart freies Studieren, das alle Zwänge des klassischen, von der öffentlichen Hand kontrollierten, Bildungsbetriebs hinter sich lässt, ist freilich nur deshalb möglich, weil wir keine akademischen Grade oder andere Berufsnachweise vergeben. Aus diesem Grund wenden wir uns ausschließlich an solche Menschen, die das Studium der Philosophie aus bloßem Interesse verfolgen, es aber nichtsdestoweniger auf akademisch -universitärem Niveau betreiben wollen. An dieser Stelle sei unbedingt darauf hingewiesen, dass das Studium der Philosophie an der Academia Philosophia ohne akademische Voraussetzungen oder philosophische Ausbildung begonnen werden kann. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Wir empfehlen hierfür den Besuch eines Kolloquiums. Über die Dauer und die Tiefe Ihrer philosophischen Bemühungen, entscheiden Sie selbst.

Wir vermitteln das Fach Philosophie im Rahmen dreier Lehrveranstaltungstypen: Grundlagenstudium, Kolloquien und Sommerakademien.

Im Grundlagenstudium geht es einerseits um das methodische Fundament des philosophischen wie folgerichtigen Denkens, andererseits um einen Überblick der paradigmatischen Probleme der Philosophie. Neben der Geschichte der Philosophie beschäftigen wir uns hier vor allem mit den Kerndisziplinen derselben: Logik, Metaphysik, Erkenntnistheorie und Ethik.

In den Kolloquien stehen allgemeine philosophische Fragestellungen und Probleme im Vordergrund, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, erörtert und diskutiert werden. Etwa: ›Was ist Wahrheit?‹, ›Gibt es einen Gott?‹, ›Ist die Welt wirklich?‹, ›Sind Gehirn und Bewusstsein identisch?‹, ›Was ist Gerechtigkeit?‹ ›Was heißt es, glücklich zu sein?‹ usw. usf.

Sommerakademien wiederum dienen uns der intensiven und konzentrierten Beschäftigung mit Leben und Werk großer Philosophinnen und Philosophen. Im Zentrum stehen dabei zumeist die Hauptwerke, die wir Schicht für Schicht auseinandernehmen und sie auf diese Weise zu durchdringen, zu verstehen und zu deuten suchen.


Insgesamt wollen wir dem systematischen und kritischen Denken Vorschub leisten, in einer Zeit, in der das Denken bisweilen einen schweren Stand hat. Nicht selten wird ihm nämlich als Vehikel zum Verständnis der Welt misstraut. Wir glauben, dass die menschliche Vernunft zwar nicht alle Fragen beantworten wird können, doch letztlich ist es unser Denken, das uns in Aussicht stellt, die prinzipiellen Zusammenhänge im Universum und unser eigenes Dasein in ihm zu begreifen. Davon abgesehen distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit von Trivialisierungsversuchen, wie sie zunehmend auch in der Philosophie in Mode kommen. Es herrscht heute nämlich eine verführerische Tendenz vor, ihre Sache zu einer weitaus seichteren und weniger schwierigen Tätigkeit zu machen, als sie es in Wirklichkeit ist. Indem man ihren rein theoretischen Charakter aufweicht wird auch hier versucht, dem Diktat des Nutzens zu entsprechen. Doch wie hat Franz von Kutschera einmal treffend gesagt: “Wirklich einfach und allgemeinverständlich ist leider nur schlechte Philosophie. In guter Philosophie bemüht man sich, auf Gipfel zu gelangen, von denen aus man eine Übersicht über die zerklüftete Landschaft unseres Wissens hat. Nur hohe Gipfel bieten einen solchen Überblick und auf sie kommt man nur mit Kraft, Ausdauer und angemessener Ausrüstung. In einem anderen Bild: Was nicht schwer ist, ist kein Gold.”